28 October 2006

Gesucht und gefunden?!

Wie manche schon wissen, suche ich ja seit meiner Ankunft eine Gemeinde. Aber bis jetzt war noch nichts fuer mich dabei. Aber gestern war ich mal wieder in der Studentengemeinde, von der ich schon mal gesprochen habe. Es war richtig schoen. Das hab ich echtgebraucht. Ich hab mich schon fast wie zu Hause gefuehlt, das liegt unteranderem auch daran, dass der Input so wie unserer aufgebaut ist. Sprich mit Lobpreisliedern, Predigt, Beamer, Leinwand und Mikros...
Ich wurde auch gleich wieder angesprochen ohne mich provokativ in den Gang zu stellen! Wir waren dann noch -was sonst in Amerika- essen, war aber auch lecker. So hab ich an diesem Abend ungefaehr 8 oder mehr Leute plus Namen kennengelernt. Hoffentlich kann ich mir die Namen bis naechste Woche auch merken.
Ich muss echt sagen, dass ich mich sauwohl gefuehlt habe, als wenn ich die Leute schon eine ganze Weile kennen wuerde. Da sind aber auch Chaoten dabei -wie bei uns. Gestern haben sie das vielleicht noch nicht so gezeigt um mich nicht gleich wieder zu verschrecken. Aber ich denke, da geht doch noch was....
Naja, jedenfalls hoffe ich einfach, dass ich dort hineinwachse und ich noch viel Spass mit ihnen habe.

23 October 2006

Deprimierend!

Ich wollte euch noch sagen wie die Party war. Kann ich leider nicht...
Wir haben die Party nicht gefunden bzw. das Gebaeude, in der sie stattfinden sollte. Ich hab aber auch in der Schnelle vergessen nach der Adresse zu fragen. So haben wir nach erfolgloser Suche aufgegeben und sind ins Starbucks eingekehrt. Ich und meine Cappucchinosucht... Ich musste erstmal vor Traurigkeit einen Caramel Macchiato geniessen.
Vielleicht sollte ich mal unseren Drogenberater anrufen!
Manchmal denke ich, wir sind die einzigen, die am Samstag keine Party finden und wir sind mitten im Zentrum der Parties. Vielleicht soll ich dieses Jahr einfach nicht feiern, ich weiss es nicht.
Am Sonntag sind wir zum zweiten Mal in zwei Wochen ins Kino gegangen. Das wird langsam ganz schoen teuer. Jedesmal 10$. Wir haben Marie Antoniette geschaut mit Kirsten Dunst. Naja, waere besser gewesen, wenn ich alles verstanden haette. Es ist kein schoenes Gefuehl, wenn der ganze Saal lacht und du weisst nicht warum.

21 October 2006

Gemeinschaft?!

Gestern war ich in der "Collegestudentengemeinde"(super Wort!), in der wir schon letzte Woche waren. Doch diesmal hab ich meinen ganz Mut zusammengenommen und bin ganz allein hingefahren. Ihr wisst doch wie schuechtern bin ...
Nachdem ich fast puenktlich ankam, wusste ich das Zimmer noch finden und das war wirklich ein Problem fuer mich. Ich bin nur hoch und runter gerannt. Da man nicht von dem einen Ende des Flures zum anderen ganz durchgehen kann, musste ich erst wieder einen Stock runtergehen und dann wieder hoch und dann wieder runter und hoch...
So dass ich ganz ausser Atem und rot dort ankam -wie peinlich-. Natuerlich war ich auch wieder zu spaet. Aber ich wurde trotzdem sehr herzlich empfangen. Die Predigt habe ich sehr gut vom Englishen her verstanden. Der Pfarrer behandelt immer einzelne Buecher aus der Bibel. Nach der Predigt gab es dann Lobpreis, der echt gut war. Ich wurde auch gleich angesprochen und wir haben uns dann bissl unterhalten. Aber dann musste meine erste Kontaktperson leider gehen. Und es war erst um 10!!! Dann hab ich mich einfach provokativ mitten in den Gang gestellt um den anderen zu zeigen: "Ich bin offen und will jetzt angesprochen werden!" Ich glaub nicht, dass ich das ausgestrahlt habe. Es war eher: "Ich bin neu und kenn keinen!" Aber ich stand jedenfalls im Gang. Toll oder? Dann kam doch so gleich ein netter Herr auf mich zu und wir talkten ein bisschen small. Als auch dieser mich wieder verlassen hatte, versuchte ich es nochmal und stellte mich wieder suchend nach einer Person, die mich anspricht in den Gang. Ich glaub, die haben meine Taktik durchschaut, denn diesmal hat es nicht funktioniert. So hab ich mich so mutig und unhoeflich wie ich bin einfach zu zwei Leuten gestellt, die sich unterhalten haben und habe versucht ein Gespraech anzufangen. Doch dann, es sollte heute keine langen Gespraeche geben, kam diese unangenehme Schweigeminute, wo niemand weiss, was man noch fragen oder sagen soll. Dann hab ich endlich aufgegeben und bin dann ein wenig stolz und etwas mutiger nach Hause gefahren mit einen warmen Gefuehl in meiner Bauchgegend.
Heute findet irgendeine Party statt, warum hab ich noch nicht rausgekriegt, aber wir gehen auf jeden Fall hin und werden viel Spass haben und Kontakte knuepfen. Ich berichte euch natuerlich wie die Party gelaufen ist und ob ich auf dem Tisch getanzt hab.
Falls sich jemand ueber diese Gemeinde informieren will, dies ist die Internetadresse:
http://www.abovethehaze.org/

17 October 2006

Popcorn?!

Das ganze Wochenende war eigentlich sehr ereignisreich. So auch als wir uns ins Kino trauten. Zum ersten Mal in der grossen Stadt, in einem fremden Land ins Kino. Es sollte auf jeden Fall spannend werden. Zuerst wollten wir eine Schnulze -typisch Maedels- gucken, aber da wir das verpasst haben, unser Orientierungssinn war mal wieder schuld, entschieden wir uns fuer "The Illusionist". Der Mann am Ticketschalter konnte das erstens richtig aussprechen und demzufolge seeeehr schoen betonen. Wir entschieden uns aber nicht nur fuer den Film aufgrund des schonen Klangs des Titels. Obwohl wenn der Mann als Werbestimme fuer diesen Film arbeiten wuerde, waere ich ihm wohl gleich ins Kino gefolgt.
Eh schon viel zu spaet, schnell was zu trinken geholt und rein ins Kino.....
Der Film hat gerade angefangen und schon sassen wir, denn in Amerika bekommt man keinen Sitzplatz zugewiesen, sondern man hat die Qual der Wahl. Peinlicherweise!!!
So sassen wir nebeneinander, genossen den Film und wunderten uns, warum neben uns keine Sitzplaetze mehr waren. Nach dem Film sagte Katrin aus Spass nur, dass wir vielleicht die Behindertensitze haben. Ich wuenschte echt, es waere nicht so gewesen....
Aber diese Erfahrung durfte ich auch wieder geniessen, wie so viele von diesen peinlichen.
Nachdem wir unsere Bauchmuskeln ordentlich trainiert hatten, sassen wir noch bis zum Abspann und machten uns auf den Heimweg um noch Fluff zu essen....
Ich fand den Film eigentlich recht gelungen, zumal ich was verstanden habe. Aber ihr koennt euch in wenigen Monaten selbst davon ueberzeugen.

Kaelte, Handschuhe, Winter!!!

In New York hat es schon geschneit, ueber 20inches. Wie viel das auch immer sein mag. Bei uns ist aber noch nichts angekommen, also seid beruhigt. Ich kann noch keinen Schneeengel machen.
Bloss gut, hab ich meine Winterjacke endlich gefunden, ich glaub, sie hat mich auch schon sehnsuechtig erwartet....
Und ich konnte sie am Montag gleich anziehen, denn es war sooooooooo kalt. Ich musste sogar Handschuhe tragen. Als ich Sarah (mein Gastkind) in die Schule brachte, wuerde ich von jedem belaechelt, weil ich Handschuhe und eine dicke Jacke mit Fell trug und immernoch fror....
Doch so viele verzogen nicht nur ihr Gesicht zu einem Laecheln wegen meinem super Winteroutfit, sondern weil es noch nicht mal Dezember ist und ich schon am Schlottern bin. Wie soll es erst im Dezember werden, wenn Schnee faellt. Das, was ich am meisten hoere, wenn ich sage mir ist kalt, ist: " Na, das ist noch garnichts, warte nur mal Januar/ Februar ab, dann ist bei uns richtig Winter!" Aber das wird dann mit einem Grinsen gesagt schlimmer als der gruene Grinch, der Weihnachten hasst. So wie ich gehoert hab, kann es passieren, dass die Kinder schulfrei kriegen aufgrund der Schneeberge. Schoen fuer sie, aber was mach ich dann? Ich hab sogar schon eine "super geschmeidige sexy Schneehose." Ich hoffe nur, ich muss diese nicht so oft tragen...
Denn aufgrund des hohen Sexappealfaktors dieser Hose, kann es vielleicht zu Verkehrsunfaellen kommen und das wollen wir doch nicht, besonders im Winter. ;-)))
Naja, ich bin froh, wenn ich 4 Schichten anhabe und mir einigermassen warm ist. Wenn ich wintertauglich angezogen bin, das schliesst Winterjacke und Handschuhe ein, geht meine Nachbarin mit Flip Flops zur Schule. Nur zum Vergleich! Wenn meine Aeuglein dies erblicken, wird mein Wunsch nach Feuer und einer heissen Tasse Cappucchino mit Daimstueckchen umso grosser und erwartungsvoller, sehnsuechtiger. Obwohl ich hier noch kein Cappucchinopulver zum Selbermachen gesehen habe. Ich bin echt auf Entzug in diesem Fall. Das fehlt mir wirklich an Deutschland- mein Cappucchino!!! zum Selbermachen.
Ausserdem hab ich mir jetzt eine zu meiner scharfen Jacke passende Sonnenbrille angeschafft. Mir wurde gesagt, man benuetze diese hier mehr als im Sommer. Da es hier sehr sehr sonnig ist und der Schnee die Sonne wie ein Spiegel reflektiert. Mal davon abgesehen, dass man dann tolle Abdruecke hat -besonders bei dieser Riesenbrille-!
Aber ihr wisst ja, das gilt besonders fuer mich als Frostbeule im Winter: "I will survive!"
-Hopefully-
Das ist uebrigens Katrin neben mir.

Das erste Mal blau...

Am Freitag wollten Katrin, auch ein Au Pair, und ich einen Abstecher in die Cocktailbar machen. Nachdem wir eine "Collegestudentengemeinde"
besuchten und wir noch nicht schlafen wollten, dachten wir, wir koennten doch in das Tahiti einkehren und gemuetlich Cocktails trinken. Fuer mich natuerlich nur alkoholfrei!!! Als wir Platz nahmen, kam sogleich eine nette Kellnerin und fragte uns nach unserer ID. Wir zeigten unseren Fuehrerschein und mussten auch gleich wieder aufstehen...
Gluecklicherweise nur bis in den Speiseraum, aber es war trotzdem ganz schoen peinlich. Wir bestellten dann alkoholfreie Cocktails, die in einem huebschen Kokonussbecher serviert wurden.Wie ihr sehen koennt. Es war eigentlich recht lecker, bis auf dass da was fehlte....
Faelschlicherweise war ich an diesem Abend nicht betrunken, nicht an diesem. ;-))) Noch nicht. Sondern das Bild wurde nur in Blautoenen aufgenommen.
Sorry, ich hab noch alle Gehirnzellen zusammen und weiss, was ich getan hab. Vielleicht naechstes Mal!!!

06 October 2006

-Illusion-

Ich bemerke immer mehr von verschiedenen Seiten, wie viele sich Amerika insbesondere die USA vorstellen. Aber so ist es einfach nicht! Es leben hier auch nur ganz normale Leute mit ganz alltaeglichen Problemen, die es gilt zu loesen.
Ich habe mir das auch alles aufregender, spannender, einfach atemberaubender vorgestellt. So dass, wenn ich meinen Fuss in dieses Land setze, mein Atem stockt, mein Mund offen steht und ich geblendet bin von der Vielfaltigkeit der Angebote - fuer ungefaehr 3 Monate, bis es langsam nachlaesst-.
Aber ich hatte dieses Gefuehl ueberhaupt nicht, noch nicht einmal als wir in NYC waren und die Reste vom World Trade Center anschauten. Ich weiss nicht, ob das ein schlechtes oder eher ein beruhigendes Zeichen sein soll. Denn ich habe das Gefuehl, dass ich nur fuer ein Jahr umgezogen bin, aber innerhalb Deutschlands. Denn es ist alles neu und fremd, egal, ob man in Deutschland aufgrund des Studiums umzieht oder wie ich ein Austauschjahr macht. Man hat am Anfang keinerlei Orientierung, und ich muss leider sagen, ich hab sie immernoch nicht. Aber ich denke, dass legt sich erst, wenn ich eine Gemeinde gefunden habe mit vielen jungen Leuten. Ich hoffe es einfach nur, denn ich muss sagen, dass das "Gemeindeleben" mir schon sehr fehlt und von Anfang an ueber den ganzen "Amerikahype" stand.
Im TV sieht man haeufig nur Hollywoodstars oder welche, die mit ihnen in Beruehrung kommen. Man sieht typsiche Merkmale: wie Haeuser aussehen oder bekommt einen kleinen Einblick in das Wesen des Amerikaners. Aber was ist mit dem Rest?
Ein Mann sagte ungefaehr vor 3 Wochen zu mir, als ich in einer Gospelgemeide war: "Man kann alle Europaer nehmen, mixt sie und man hat einen Teil eines Amerikaners." Die Amerikaner sind so vielfaeltig, da so viele Nationalitaeten und auch Traditionen in einem einzigen Land wohnen...
Meine Nachbarin Corinne zum Beispiel, ist nicht typisch amerikanisch: Sie gibt und gibt... ohne aber was zu erwarten. Wir essen jeden Sonntag bei ihr zu Abend, essen Thanksgiving dort...
Und gestern konnte ich einfach, obwohl sie nicht da war, bei ihr TV schauen, da bei uns die Putzkraefte da waren. Ich meine diese Frau kennt mich gerade mal 2 Monate und gibt mir das Gefuehl sie schon mindestens 5 Jahre zu kennen. Ist das wirklich typisch amerikanisch?

Trick or Treat?!

Ich war diesen Montag mit unserer Nachbarin Corinne und den Kindern "Apple picking". Man stellt sich darunter nichts Grossartiges vor, einfach mal ein paar Aepfel pfluecken. Aber es war dennoch sehr schoen. Man wurde von einer kleinen Bahn durch die Plantagen gefahren und konnte dann an bestimmten Stationen aussteigen um das zu pfluecken, was man wollte. Wir hatten unteranderem Aepfel, Birnen und Pfirsiche in unseren Beuteln. Doch nicht diese kleinen Hunkschen, sondern typisch amerikanisch riesige Fruechte, die man kaum in einer Hand halten kann. So ging man durch die Reihen und ass ab und zu auch gleich ein paar Fruechte. Ueber den Stops, wo wir rausgelassen wurden, hingen Trauben. Und wenn man darunter stand, konnte man den Duft dieser geniessen und dieser Duft war nicht schlecht. Nein, er lud richtig ein auch die Trauben zu pfluecken, sofern man sie erreichen konnte, denn es war doch ganz schoen hoch und zu essen. Ich dachte mir nichts dabei und kostete eine. Doch als meine Geschmacksknospen den Reiz wahrnahmen, verzog sich unweigerlich mein Gesicht, sodass man evtl. sehen konnte, dass es mir nicht schmeckte.
Nichtsdestototz mussten wir unsere Fruechte bezahlen und wurden durch eine Scheune geleitet, in der man natuerlich typisch fuer diese Jahreszeit auch Halloweenzeug kaufen konnte. Schon vor der Scheune standen riesige Bauten von Kuerbissen. Es gab alle Groessen und Formen.
Naja, als wir das ueberwunden hatten, die Kinder von dem Zeug ablenken konnten und zu Hause waren, machte ich erstmal mit Sarah nach deutschem Rezept Apfelkompott mit Vanillesosse. (von Dr. Oetker)
Gestern abend fingen die Kinder an das Haus weiterzudekorieren fuer Halloween natuerlich. Jetzt haengen im Esszimmer Halloweenballons, wir haben eine Halloweentischdecke in einem wunderschoenen Orangeton und Kuerbisschalen. Ich sass gestern abend am PC und meine Mutter kommt ganz leise ohne was zu sagen in das Zimmer rein, stellt sich neben mich und zeigt mir eine Schale mit einer gruenen Hand drin, die sich wenn man reingreift bewegt. Ratet mal wie meine Reaktion darauf war....
Ich bin erstmal fast vom Stuhl gefallen und war der Herzattacke ganz schoen nah...
Ich bin echt froh, wenn ich das ganze Spektakel hier ueberstanden bzw. ueberlebt habe. Denn da ich eine etwas schreckhafte Person bin und mich dann nicht still erschrecken kann, sondern laut schreien muss, wird das glaub ich fuer die Familie nicht ganz angenehm-vielleicht sogar etwas schmerzhaft- ! Und es ist noch nicht mal Halloween. Aber demnaechst mehr.

23 September 2006

Shoppen!!!!!!!!

Heute verabredete ich mich mit einem anderen Au Pair und wir fuhren nach Boston. Eigentlich wollten wir eine Sightseeing Tour machen, eigentlich. Aber Frauen und Orientierung, ist fast damit zu vergleichen, wenn Maenner Essen kochen wollen (ausser einer 5min Terine).
Letztendlich waren wir nicht da, wo wir eigentlich sein wollten. So wie der "Zufall" es wollte, landeten wir auf der Washington Street. Ich kann nur sagen, es war wie im Traum. Wir sind ueber zwei Stunden diese Strasse entlang gelaufen, in dieses Geschaeft und dann ins naechste... Ihr kennt das ja. Ich hab mir natuerlich noch nichts gekauft, man muss ja erstmal einen Ueberblick bekommen, wo es das Beste gibt.
Fuer die Jungs, die Sport begeistert sind, insbesondere dem Basketball verfallen, gibt es hier auf jeden Fall die passenden Klamotten. Von Boston Celtics Shirts ueber Sleeveless Shirts bis hin zu Timberlandschuhen . Es gab alles, was das Basketballherz begehrt und die Preise waren auch ganz ok. Wir haben uns da extra informiert. Das heisst, wir sind in den Store rein und schauten nach Maennerklamotten. War ja auch egal, ob uns die Kerle anstarrten nach dem Motto: "Ihr seht nicht so aus, als ob ihr ueberhaupt Sport treiben wuerdet, schon garnicht Basketball." ;-)))
Doch dann ploetztlich, von aussen zunaechst unscheinbar, entdeckten wir dann diesen Laden. Es war kein gewoehnlicher Laden, es war ein ganz besonderer Laden. Die Maedels unter euch setzen sich jetzt lieber...
Vergesst saemtlich teure Schmucklaeden mit einer begrenzten Auswahl an Klunkern, die euch eigentlich nicht wirklich gefallen und ihr nur was kauft, damit ihr wenigstens etwas habt.
Denn dieser Laden, (wie heisst er denn eigentlich?) hatte einfach alles, was *Blink, Blink* macht und ich meine ALLES!!! Die Ohrringe besser Ohrgehaenge waren nach Farbe, Laenge und Groesse geordnet. Ohrringe, Ketten, Haarbaender, Armreifen, Ringe, Haarspangen, Haargummis ... alles in jeglichen Farben und Groessen mit Glitzersteinen oder ohne. Da waren wir nur 5min drin und ich dachte, ich werd verrueckt. Zudem gab es ja noch ein Stockwerk, das ich zu betreten nicht wagte, da es vielleicht meine koerperlichen Grenzen ueberschritten haette. Als wir nun das erste Stockwerk (nicht aus zu denken, ob es noch mehr gibt) durchschritten, war ich einfach nur sprachlos -und das heisst bei mir schon was.
Ich kann nur sagen, I LOVE BOSTON!
Nur mal eine kurze Zwischenfrage: Wer will mich denn naechstes Jahr mit fast leeren Koffern besuchen kommen? Ich denke, wenn wir weiter solche "Zufaelle" haben und dann auch noch was kaufen, brauche ich mindestens 20 Leute, die mir helfen all die Sachen nach Hause zu transportieren. Kann man sich nicht gleich einen eigenen Frachter mieten fuer wirklich grosse Gepaeckstuecke?!
Demnaechst mehr von meinen Shoppingerlebnissen. Keine Angst ich werd nicht suechtig...
...hoffentlich!!!

Happy Birthday...

Gestern war mein erster Geburtstag in den Staaten. Ich hab nicht viel erwartet, dafuer umso bekommen.
Mein Tag startete mit einem wunderschoenen Fruehstueck aus Bagels und Cappucchino. Damit war ich schon vollkommen zufrieden. Besser konnte es kaum werden. Doch es wurde besser...
Ich wurde von so einigen Leuten aus Old Germany angerufen und mir wurden die herzlichsten Glueckwuensche uebermittelt. Das war dann schon das i-Tuepfelchen auf dem i oder der Milchschaum auf dem Cappucchino. Ich hab mich wirklich sehr darueber gefreut, vor allem weil ich nicht damit gerechnet habe. Vielen Dank dafuer, auch fuer die mails!!!
Ein weiteres Highlight war das Mittag bei McDonald`s. So nun kann ich euch endlich die Frage beantworten wie es hier bei McDonald`s schmeckt: Ich muss sagen, ich gehe lieber zum German McDonald`s! Aber nun bin ich um eine Erfahrung reicher.
Am Abend wollten wir zum Mexikaner gehen, aber was noch geplant war, wusste ich nicht. So wurde ich herzlichst von meinen super lieben Nachbarn mit Happy-Birthday-Huetchen empfangen als wir uns auf den Weg machen wollten. Ich durfte dann auch zur Feier des Tages eine Krone tragen. So konnte ich mal wieder meine "Handfuehrung" und mein "Empfangslaecheln" ueben. Ich fuehlte mich sehr an die Ruestzeit erinnert. Sorry wegen dem Insider hier an der Stelle -muss aber sein.
So wurde ich dann zum Restaurant gefahren, hatte meine mit Diamanten besetzte, goldene Krone auf dem Kopf und drehte meinen Kopf immer leicht nach links und wieder rechts, dazu winkte ich wie eine Prinzessin den entgegenkommenden Autos. Es war ein Traum, nur das ich anstatt eines glamoroesen Kleides Jeans und ein graues Sweatshirt trug. Beim 20. stimmt dann auch das Outfit !!!
Schliesslich haben wir dann den Mexikaner erreicht und es hat mal wieder super lecker geschmeckt und nur mein Bauch war full, noch nicht ich. Ich darf ja noch kein Alkohol geniessen, in der Oeffentlichkeit sowieso nicht -LEIDER-!
Nachdem Essen wurde ich dann mit einer Schokoladentorte -typsich amerikanisch- ueberrascht, die dann innerhalb von 10min mit Eis die Haelfte ihres Gewichtes verloren hatte und unsere Baeuche fuellte. Also jetzt sind wir an den Punkt gekommen, wo ihr mich beneiden koennt. Tut dies bitte ... jetzt ...
Gut, das reicht jetzt auch schon wieder.
Zwei besondere Geschenke wurden mir in verbaler Form ueberreicht bzw. gesungen. Meine immer laechelnde Nachbarin Corinne (das ist nicht ironisch gemeint) hat extra aus dem Internet einen German Happy Birthday Song gesucht wie "Hoch soll sie leben". Leider dachte ich am Anfang es waere Daenisch oder Norwegisch als sie ihn gesungen haben.
Aussdem gratulierten mir meine Nachbarn in German!
Ihr seht, es war dieses Jahr mal ein etwas anderer Geburtstag, nicht sooo viel Alkohol, nette Gesten von ganz besonderen Menschen, die sich sehr viel Muehe gegeben haben. Ich war wirklich sehr beeindruckt.
Thank you!!!

21 September 2006

Tierwelt vor meinem Haus

Ich konnte das Getuemmel vor unserem Haus jetzt ungefaehr einen Monat beobachten und bin zu dem Entschluss gekommen, dass selbst die Tiere hier etwas mehr an Offenheit zeigen. Kurz gesagt: sie haben fast keine Angst vor Menschen.
Ich sehe wirklich alltaeglich die Eichhoernchen, welche hier uebrigens grau sind, rumflitzen, von Baum zu Baum huepfen und ich kann mich dann 10m daneben stellen, das stoert das Eichhoernchen einfach nicht. Es guckt dann nur kurz, schnappt seine Nuss und flitzt weiter.
Hier gibt es auch Chipmonks sowie Waschbaeren, die ab und zu die Muelltonnen durchwuehlen, was nicht sehr angenehm ist, da man dann den Muell wieder aufsammeln muss. Ich sprech aus Erfahrung.
Eines schoenen Tages, ich glaub, es war letzte Woche Mittwoch, war ich mit meiner Nachbarin shoppen. Und so standen wir an der Ampel, haben auf gruen gewartet und neben uns grasten die Wildgaense auf einem kleinen Fleckchen Wiese, direkt an der Strasse!!! Ich muss schon sagen, das war wirklich ganz grosses Kino. Ansonsten ist hier eigentlich alles ganz normal.

10 September 2006

Provincetown

Provincetown ist eine kleine Touristenstadt am Meer gelegen. Nichts Aufregendes -kleine Geschaefte an der Strasse. Doch sie wird durch die hohe Konzentration an Hunden und an der eher "rosa-bevorzogenen Maennlichkeit" gekennzeichnet. D.h. du siehst fast so viel Hunde wie Schwule, meistens haben auch die Schwulen die Hunde. Als wir da waren, kam uns ein paar Schwule entgegen, die nur weisse, knappe Kleidung und Highheels trugen. Das war sehr...
...INTERESSANT zu sehen! Naja man konnte schon unterscheiden, wer sich nicht fuer das weibliche Geschlecht von diesen Maennern interessiert. Es war schon sehr witzig das zu sehen.

09 September 2006

Endlich Urlaub!

Ihr denkt jetzt sicherlich, ich hab schon seit meiner Anreise Urlaub, aber ich kann ja nichts fuer die Beschluesse meiner Familie. ;-)))
Und so fuhren wir fuer eine Woche nach Cape Cod um ein bisschen am Meer zu entspannen.
Wir hatten ein wunderschoenes Ferienhaus, dass wir uns mit unseren Nachbarn teilten. Die Kinder relaxten im Swimmingpool, der mit dazu gehoerte und die Erwachsenen goennten sich einen kalten Drink. Leider war das Wetter nicht so gut, sodass wir nur zweimal am Strand waren. Dafuer war es aber wunderschoen.
Typisch amerikanisch auch hier wieder: XXL-Muscheln. Ausserdem fand man ueberall gestrandete Krebse und anderes Gruenzeug.

Typisch amerikanisch?!

Erst gestern wurde ich wieder gefragt, was denn in den USA anders sei als in Deutschland. Und so kamen wir auf folgende Sachen: Zum einen wirst du jedes Mal, wenn du jmd. triffst, gefragt: "How are you?" Selbst wenn du ihn vor knapp 10min schon am Hoerer hattest. Damit ist aber nicht gemeint, dass du ihm jetzt deine Leiden und Krankheiten aufzaehlen kannst, die korekte Antwort lautet:"Fine or Good." Was anderes wuerde ich nicht ausprobieren, denn dann kann es sein, dass er dich nie wieder fragt.
Zum anderen sagt hier jeder bei der Begruessung oder beim Abschied:"Nice to meet you!" Ich denke nicht, dass das ernst gemeint ist.
Eine andere Redewendung ist: "See you later." Fuer einen Deutschen waere jetzt der Augenblick gekommen, wo er sein Terminplaner rausholt, nachschaut und sich einen Termin notiert. Nicht so der Amerikaner.
Ausserdem gehen die Amerikaner viel oefter aus zum Essen. Die Deutschen sparen sich das nur fuer besondere Tage im Jahr auf wie Geburtstag, Weihnachten, Ostern oder alles zusammen. Man laedt sich auch hier besonders gern gegenseitig ein. Der Deutsche muss das planen, was kochen, aufraeumen, .... Der Amerikaner sagt einfach (6.15pm): "Komm doch um 7pm zum Dinner." Fertig! Auch wenn zwei Familien zusammen Essen gehen, wird eine von der anderen eingeladen. Ganz einfach. Die Deutschen teilen sich die Rechnung. So konnte ich bis jetzt Eis, Kaffee, Indisch, Mexikanisch und Amerikanisch geniessen ohne was zu bezahlen. Schoen oder?
Doch was man zusammenfassend ueber die USA sagen kann ist, dass alles hier XXL-Format hat. Es gibt im Supermarkt sogar Eier in den Groessen: Small, Medium, Large. Unfassbar oder? Auch wird dir im Supermarkt gleich alles eingepackt, was sehr praktisch ist. Wenn wir schon beim Essen sind. Ich ernaehre mich nicht hauptsaechlich von Pizza, Burgern, Muffins oder Ice Cream. Meine Familie achtet sehr darauf, dass die Kinder gesund essen und deshalb gibt es bei mir auch meistens nur Gesundes. Das ist ein typisches Fruehstueck von mir: Vollkornbagel mit Creamy Cheese, Schinken und Spinat dazu Erdbeeren. Also seid um meine Gesundheit nicht besorgt. Denn auch Muffins und Kuchen sind nicht so der Hit, dafuer aber das Eis umso mehr.
Mein Bett ist riesig, ich hab ein Kissen zum Schlafen und sechs Kissen zur Deko, die ich dann auf den Boden schmeisse, wenn ich ins Bett gehe.

Tuerschloesser...

Viele fragen mich wie es denn hier so ist und ob ich mit der Familie klar komme, ob es mir gefaellt und ...und...
Dazu kann ich nur sagen um auch hoffentlich den letzten besorgten Mitmenschen beruhigen zu koennen: Die Familie ist hier echt super, ich habe hier alles, was ich brauche, wenn noch viel mehr. Die Nachbarschaft ist untereinander sehr familiaer eingestellt, d.h. jeder hat z.B. den Tuerschluessel seines Nachbarn um auch im Notfall helfen zu koennen. Das trifft aber nur fuer diese Strasse zu, ist nicht auf ganz Amerika anwendbar.
Jedenfalls gut, dass jeder einen Schluessel von unserem Haus hat, denn dieser Notfall kam knapp zwei Wochen nach meiner Ankunft hier.
Nichts ahnend wollte ich den Muell rausschaffen, entriegelte das erste Schloss und machte als Deutsche die Tuer auch wieder hinter mir zu. Schwupdiewups war der Muell entsorgt und ich konnte nicht mehr rein, denn die Tuer hat zwei Entrieglungsmechanismen. Einmal das direkte Schloss und einmal das Schloss im Tuerknauf, was ich vergessen hatte.
So ging ich in der Hoffnung zum Nachbarn, dass er mir vielleicht helfen koenne. Aber dieser konnte weder die Nummer von meiner Gastmutter finden noch die Schluessel passten, die wir fanden. So ueberlegte ich mir schon was ich 6 Stunden mache bis meine Gasteltern wiederkommen, aber dann kam der Nachbar mit einem weiteren Schluessel und dieser war es. Ich war noch nie so froh wieder in dem Haus zu sein. Seitdem hab ich immer Schluessel bei mir.

Wo soll ich denn nur anfangen?

Ich weiss jetzt eigentlich garnicht so recht, wo ich zu erzaehlen anfangen soll . Denn seit meinem Abflug am 14.8. kann ich ja so Einiges berichten.
Die ersten Tage verbrachte ich in der Au Pair Schule in Oakland und wurde ueber alles, was mit Kindern zu tun hat wie Kinderkrankheiten informiert bzw. unterrichtet. Weiterhin konnten wir einem netten Policeman lauschen, wie wir uns bei einer Polizeikontrolle zu verhalten haben und ganz wichtig: Kein Alkohol fuer Personen unter 21 LEIDER!!!
Ansonsten ging die Woche recht schnell vorbei und am 19.8. wurde ich dann endlich von meiner Gastfamilie abgeholt, die mich auch schon mit einem Blumenstrass empfing.
Angekommen, kamen auch gleich die Nachbarn rueber um zu sehen, wie das Au Pair denn so ist. So wurde ich auch von Corinne, Lewis, Olivia und Madelene herzlichst in den USA willkommen geheissen. Danach gingen wir -typisch amerikanisch-essen, aber zum Inder. Denn wie einige sicher wissen, ist der Vater indischer und die Mutter deutscher Herkunft, sodass ich in einer multikuturellen Familie gelandet bin -was beim Essen sehr vorteilhaft ist.
So konnte ich mir auch an diesem Abend die Harvard University anschauen und den Schuh vom Begruender dieser Universitaet beruehren, was Glueck oder Erfolg bringen soll.