23 January 2007

Auf die Schlaeger und los!!!

Ja auch bei uns hat die Icehockeyzeit jetzt angefangen. So besuchten wir als Au Pair Meeting, zudem ich verpflichtet bin zu gehen, ein Ice Hockey Game der Northeastern University in Boston. Die Tickets haben mich nur schlappe $8 gekostet und dafuer sass ich in der zweiten Reihe! Das moechte ich auch einmal bei den Boston Celtics erleben. Nun ja als es dann anfangen hat, konnte man schon die Fans bruellen hoeren. Es wurde 4x 20min gespielt. Dazwischen immer ungefaher 15 min Pause.
Generell kann ich sagen, es war echt spannend und sehr spassig zu zuschauen, wie die Fantribuehne ein Stockwerk ueber uns bruellte, jubelte, schimpfte, sang und klatschte. Alle einheitlich in den Mannschaftsfarben gekleidet, stapelten sie sich neben die Blasinstrumente, die durch Tuten und Posaunen die Mannschaft unterstuetzte, gefolgt natuerlich vom Jaulen der "wirklichen Fans".
Gluecklicherweise war der Ring umrahmt mit Scheiben, die verhinderten, dass uns Zuschauern etwas passiert. So konnten sich mind. 2 Personen gluecklich schaetzen einen Puck gefangen zu haben. Weiterhin muss man sagen, dass die Spieler z. T. sehr agressiv spielen und dass das Spiel sehr brutal manchmal zu sein schien. Denn die Spieler schmissen sich mit Vorliebe an die Wand, sodass diese zu wackeln began. Ehrlich gesagt, hatte ich schon erwartet, dass es richtige Schlaegereien gibt, demzufolge gab es auch kein Blut zu sehen. Man wird halt durch das Fernsehen vorgepraegt!
Die Mannschaft fuer die wir klatschten, trug den Namen 'Huskys' wie auch die Hunde ja. So wurde in einer Spielpause das Mannschaftsmaskotchen aufs Eis geschickt natuerlich in Form eines Huskys. Dieses stellte einen Riesenfutternapf in die Mitte des Eis und man hattt 10s Zeit um zu versuchen die Pucks dort hineinzutreffen. Leider haben das nicht so viele geschafft, deshalb wurde noch schnell aufgeraeumt und weiter gings. Letztendlich hat unsere Mannschaft gewonnen, alle konnten zufrieden nach Hause gehen.
Fazit: sehr amerikanisch, aber auch sehr empfehlenswert.

Wenn es mein Geldbeutel zulaesst, folgen noch Football, Basketball- und Baseballspiele.

Schneefloeckchen, Weissroeckchen...

...wann kommst du geschneit?
Ja, wann kommst du geschneit? Heute morgen warst du dann da, sodass man einen leichten Schneeteppich ueberall sehen konnte. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich wirklich bis auf heute gehofft habe den Winter, wozu auch Schnee gehoert, ueberspringen zu koennen, aber es hat nichts geholfen. Meine Hoffnung wurde enttaeuscht. Auch versuchte ich mich seit Anfang Dezember gegen die Faszination des Schnees zu wehren, der besonders auf Kinder eine anziehende und uebersprudelnde Wirkung hat.
Dann muss ich um 6 uhr in der Frueh feststellen, dass mein Gastvater Schnee schiebt. Ich meine, es sind nicht die Unmengen an Schnee gefallen, die ein Herauskommen aus dem Hof mit dem Auto verhindern koennen. Aber sicher ist sicher, dachte er sich wahrscheinlich.
Ganz entsetzt und immernoch fassungslos, dass es jetzt doch passiert ist, musste ich einfach trotz der Jubelschreie und strahlenden Augen der Kinder ein bisschen ehrlich sein und ihnen gestehen, dass ich eigentlich weder Schnee akzeptiere noch mag, machmal sogar je nach Laune hasse. Die Kinder haben sich davon nicht irritieren lassen. Aber ich hab auch Gruende dafuer, die waeren: Zum einen kann man aufgrund des Schnees schlechter Auto fahren und zum anderen werden dann deine Schuhe und Handschuhe durchtraenkt (Kommt auch auf das Material an, ich weiss) Aber trotzdem...
Na ja, nach langen Ueberlegen und auch einmal Anfassen des Schnees bin ich zu dem Entschluss gekommen, ich kann ihn akzeptieren! Fuer mehr reicht es aber noch nicht. ;-)))
Wie sieht es denn in Deutschland aus? Seid ihr Schneefans?

11 January 2007

Home Sweet Home

Ich weiss, ich bin sehr sehr spaet, aber ich wuensche euch allen noch ein gesegnetes, gesundes Jahr 2007. Mensch, wir sind schon im Jahr 2007, wie die Zeit rennt...
Mein Jahr 2006 war sehr durchwachsen, aber praegend fuer dieses Jahr waren neue Erfahrungen, viele Veraenderungen und eine neue Kultur.
Nach erfolgreich bestandenem Abitur bin ich im August ins Ungewissene geflogen um zu sehen wie es sich so lebt als Au Pair. Und es war anders...
Ein anderer Alltag, ohne Klausuren, ohne stundenlanges Lernen, ohne Gemeinde (anfangs), aber auch ohne Familie und Freunde. Am Anfang war es fuer mich sehr schwer mich ohne mein bekanntes Umwelt und vertraute Gesichter zu orientieren. Zuerst fuehlte ich mich orientierungslos, richtungslos. Das schlug sich dann in Antriebslosigkeit, Hoffnungslosigkeit um. Ich muss schon sagen, die ersten Monate waren nicht leicht fuer mich zumal ich sehr an die [imagine]-Jugendarbeit gebunden war.
Naja ich konnte mich auf meinen Ueberraschungsurlaub freuen. Die Wochen vergingen, es waren nur noch Tage bis ich wieder zu Hause sein werde in der Heimat, die Aufregung wurde immer grosser. Nachdem ich dann endlich in dem Doerfchen Bulleritz angekommen, staunte meine Familie nicht schlecht. Die ersten Reaktionen auch von meinen Freunden auesserten sich immer aehnlich in Sprachlosigkeit, manchmal auch Traenen, aber alle brauchten ein paar Minuten um es zu fassen. Meine Eltern brauchten sogar ein bis zwei Tage...
Nach den ueberstandenen Weihnachtstagen mit allen moeglichen Hoehepunkten wie Krippenspiel, Bescherung auch das leckere Essen muss hier aufgefuehrt werden, verbrachte ich mit [imagine] ein paar Tage im Nocherzgebirge auf der Lutherhoehe. Leider ging die Zeit viel zu schnell vorbei, so dass ich mich am 31.12. schon wieder verabschieden musste. Es war ein sehr schoener Abschied, sehr traenenreich. Ich glaube, wenn ich jetzt versuchen woellte, das auszudruecken, was ich in dieser halben Stunde gefuehlt habe, muesste ich ein Buch schreiben.
Jedenfalls kann ich dazu nur sagen, ich bin sehr sehr dankbar dafuer solche lieben Menschen kennen gelernt zu haben. Und das hat mich wieder daran erinnert, dass die Freundschaften und Beziehungen untereinander nicht mehr menschlich sein koennen.
Den Silvesterabend verbrachte ich in Dresden mitten unter Massen an Feuerwerkskoerpern, die einfach zu laut und zu viel waren und ungluecklicherweise sehr oft von angeheiteren Leuten geschmissen wurden, was das Ganze nicht viel angenehmer machte. Nachdem alle heil und ohne Verletzungen nach Hause gekommen sind, selbst mein Auto hat keinen Schaden davon getragen, legte ich mich fuer 2 Stunden ins Bett um 5 Uhr wieder frisch und munter-das Gegenteil war der Fall- aufzustehen und die Reise in mein zweites Zuhause anzutreten.
Ich war froh, als ich endlich wieder schlafen konnte, denn im Flugzeug kann man das nicht Schlaf nennen.
Der Besuch zu Hause hat mir viele Sachen aufgedeckt und mich erkennen lassen wofuer ich in dem Jahr 2006 besonders dankbar sein kann.
Ja, ich musste mich in meiner Ausfuehrung ziemlich zusammenreissen, aber ich danke trotzdem jedem, der sich bis hierher durchgekaempft hat. Ich wuensche euch noch ein wunderschoenen Tag.